Mitglied des

Südchinesischen Kung Fu Dachverbandes Österreich

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SIFU


Es sind zwei Schreibweisen bekannt. Sifu (kantonesisch) einerseits oder shīfu (Mandarin) andererseits.

Es werden hauptsächlich 2 Bedeutungen in China verwendet.


Sifu bedeutet im entsprechenden Zusammenhang „Meister einer kleinen Sache oder Fertigkeit“ , vergleichbar den Fertigkeiten am Ende einer Lehre eines Tischlermeisters oder Mechanikermeisters.

Die Bedeutung findet Verwendung, wenn jemand seinen Respekt einer Person wegen seinen Fähigkeiten und der Erfahrung auf einem Gebiet Ausdruck verleihen möchte.


Die zweite Bedeutung ergibt sich aus den Schriftzeichen „Meister“ und „Vater“ (welches die Verbindung zwischen Lehrer und Schüler darstellt).

Wenn der Schüler vom Lehrer (lǎoshī) angenommen wird, dann wird er in den Familienstil aufgenommen und der Lehrer wird zu seinem Sifu oder  „väterlichen Lehrer“




GUOSHU



Wushu (Oushu ausgesprochen) bezeichnet in der chinesischen Sprache „alles Kämpferische“ und bezieht sich allgemein auf alle „kämpferischen Fähigkeiten“, es wird nicht in Waffen, der Bewaffnung oder dem freien Kampf unterschieden. Auch die Pflege von „Körper und Geist“  sind im Begriff inkludiert.


Dieser Begriff wurde erst seit der Gründung der Volksrepublik China (seit 1949) als Begriff für „chinesische Kampfkunst“ gewählt. Davor gab es andere Bezeichnungen für diesen, darunter auch „Guoshu“.


Das im Westen bekannte sogenannte „moderne Wushu“, ist eine Anfang der 1950er Jahre von der Regierung der Volksrepublik China anerkannte Zusammenstellung von einigen Formen der traditionellen chinesischen Kampfkünste und (von einem Komitee) neu erschaffenen Formen. Es wurde auf Aspekte der Publikumswirksamkeit (Akrobatik), der Körperbeherrschung und Dynamik geachtet. Der Kampfaspekt geriet in den Hintergrund, die Anwendbarkeit zur Selbstverteidigung ebenfalls.




MARTIAL ARTS


Der Begriff „Kampfkunst“ wird verwendet, wenn Kampftechniken für die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Kontrahenten geübt werden.


Im Gegensatz zur Kampfkunst steht der „Kampfsport“, bei dem es hauptsächlich um den sportlichen Vergleichskampf geht. Dieser ist mit strengen Regelwerk in seinem Handlungsfeld eingeschränkt , und dient zum Schutz des Sportlers gegen Verletzungen.

Hierbei werden oft weiche Böden, spezielle Schutzausrüstung, Ringrichter und  sportspezifische Schutzmaßnahmen verwendet.


Der Begriff „Kampf“ ist so alt wie die Menschheit selbst. Kampfkünste entstanden überall dort, wo Menschen mit anderen Menschen über längere Zeit in Konflikt traten.


Der Begriff „Kunst“ steht hier im Zusammenhang mit „Fertigkeit/Fähigkeit“.


„Kampfkunst“ ist die sinngemäße Übersetzung des lateinischen Begriffes der „ars martialis“ (der Kunst, die dem römischen Kriegsgott Mars zugeschrieben wurde), daher die Begriffe „ martialisch“ oder „martial art“.


Traditionelle Kampfkünste wurden meist dafür verwendet, die Praktizierenden mit Waffen oder waffenlos für mititärische Kampfhandlungen vorzubereiten.


In einigen Stilen trat die Kampffähigkeit in den Hintergrund, die Selbsfindung durch spirituelle Praktiken und/oder die körperliche Ertüchtigung traten immer mehr in den Vordergrund.


Der Umgang mit höher entwickelten Waffen ist in manchen Stilen zunehmend stilisiert und abstrahiert worden, sodass die Formen und Traditionen meist nur mehr Riten ohne Inhalt und Anwendbarkeit darstellten.


Heutzutage ist der Kampf im Hintergrund, stattdessen der Versuch sich fokussieren zu können und durch Bewegung in Einklang zu sein im Vordergrund.



Bereits bei der Entstehung alter Hochkulturen waren Bewegung, ästhetisches Schaffen („künstlerische Handlung“) und die geistige Haltung fixer Bestandteil des täglichen Denkens und Handelns.


Im asiatischen Raum entstanden daraus in weiterer Folge philosophische Stilrichtungen.


Oft weniger bekannt ist, dass asiatische (chinesisch, koreanisch, japanisch,...), indische und russische Kampfkünste in ihren Ursprüngen hauptsächlich kriegerischer Intention waren. Das Wissen über Gesundheit und Atemtechnik, körperlicher Fitness und Regeneration sowie mentaler Stärke war faszinierendes Beiwerk,


Es entstanden Ayurveda und Yoga, Tai Chi und chinesische Medizin, und die Bewachung des alten Wissens durch die Kriegskunst wich den anderen Künsten - welche zusehends für die westliche Population interessanter wurden.

Die Auseinandersetzung mit einem Gegner wurde zu „primitiv“ - zu „einfach“. Dabei ist die tiefere Bedeutung eine positive, nämlich „ursprünglich“ und „naturverbunden“ im weiteren Sinne (vom lateinischen Wort „primitivus“ „der Erste in seiner Art“) -

heute würden wir sagen „keep it simple“.



Philosophie



Der Übersetzung nach bedeutet Philosophie „Liebe zur Weisheit“.

Die Philosophie bringt Ethik und Moral in die Kampfkunst, denn Kampfkunst ist auch ein philosophischer Weg.

Ziel der Kampfkunst ist das Beenden von jeglichem Kampfgeschehen .

Gefühle und Verstand müssen geeint vorgehen, um eine unbehagliche Situation zu meistern. Man setzt sich seinen Ängsten aus, die Selbstkontrolle steht im Vordergrund. Daraus resultiert Freiheit.


Kampfkunst bedeutet aktives Teilnehmen am Leben und nicht ohnmächtiges Erdulden.


In jedem Abschnitt im Leben treten Widerstände auf, diese gilt es zu überwinden  und sich weiter zu bewegen - man nennt es Fortschritt.


Die größten Hürden sind oft die Feinde in uns: Angst, Zweifel, falsche Selbsteinschätzung, mangelndes Selbstvertrauen begrenzen oft den Alltag und den eigenen Fortschritt. Wir entscheiden uns jeden Tag selber liegen zu bleiben, oder aufzustehen.


In vielen philosophischen Traditionen wird der Kampf als Teil des Lebens gelehrt, dabei gilt Kampf als Metapher für das stete Ringen mit sich und seinen Emotionen.


Es wurde Kampfkunst oft in seinem vollen Umfang in Klöstern durch Mönche oder Nonnen gelehrt und bewahrt.

Die Schule war Philosophie, die Kampfkunst ein Ausbildungszweig.





Abschließende Worte ...




Das Ausüben von Kungfu ist unabhängig von Alter, Geschlecht oder Religion. Die Auseinernandersetzung mit dem Thema „Kampf“ schürt keine Aggression, sondern bringt geistige Klarheit und schult den natürlichen Umgang mit Emotionen.


Begriffe von einer Sprache in eine andere zu übersetzen gestaltet sich besonders schwierig, vor allem, wenn die eine Kultur sich so dermaßen von der anderen unterscheidet wie in diesem Fall. Denken und Verhalten der Menschen in China sind grundlegend anders als in Europa, sodaß es näherer Betrachtung für Details bedarf.


Die o.g. Begriffserklärungen sind ohne Anspruch auf inhaltliche Vollständigkeit angeführt, haben sich aber für den Einsteiger in die Kampfkunst als hilfreich erwiesen.

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